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Deckputz

Deckputz

Es ist eine andere Bezeichnung für die oberste, an der Luft liegende Putzschicht, den Oberputz. Dünnschichtige Oberputze sind Materialien, die als letzte Putzlage lediglich in Kornstärke (2 - 5 mm) aufgezogen und dann strukturiert werden. Dickschichtige Oberputze, so genannte Kratzputze, werden dicker (ca. 15 mm) aufgetragen. Nach dem ersten, noch nicht vollständigen Erhärten wird mit einem nagelbesetzten Werkzeug (sehr ähnlich einem Pferdestriegel) ca. 5 mm der Schicht heruntergekratzt. Durch diese Behandlung werden in dem Putz sämtliche Spannungen abgebaut, die durch Bindemittelanreicherung an der Oberfläche entstehen. Der Mörtel erhärtet extrem langsam und kann deshalb lange durch Bauwerksbewegungen schadenfrei verformt werden. Durch den Abtrag entsteht eine raue Oberfläche, die lange Zeit leicht sandet. Dieses Absanden ist ein Selbstreinigungsprozess. Kratzputzfassaden blieben ausnehmend lange sauber und ansehnlich.

 
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