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Bestandsaufnahme, Bestandszeichnung

Bestandsaufnahme, Bestandszeichnung

Das ist ein Teilgebiet der Bauaufnahme. Beton

Obwohl die Erfinder des Betons die Römer waren (mindestens 120 Jahre vor der christ­lichen Zeitrechnung), stammt der Begriff aus dem Französischen, wo der Beton Anfang des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde und sich aus dem lateinischen Bitumen für „Erdharz" entwickelte.

Es ist ganz allgemein ein Baustoffgemenge aus Bindemitteln (z. B. Zement, Bitumen, Silikate oder Ton) und Zuschlagstoffen (z. B. Kies, Sand, Schotter oder Splitt) so­wie eventuell Wasser, wenn das für das je­weilige Bindemittel notwendig ist. Die Ei­genschaften des Betons sind abhängig von der Art und der Güte des Bindemittels, dem Verhältnis von Wassermenge zu Zement­menge (dem Wasserzementwert), der Ober­flächenbeschaffenheit und Kornform der Zu­schlagstoffe und außerdem der Verdichtung. Nach der Rohdichte werden unterschieden: Schwerbeton (über 2,6 t/m3), Normalbeton (2,0 - 2,6 t/m3) für den Tief-, Wasser- und Hochbau sowie Leichtbeton (unter 2,0 t/m3) mit hohem Gehalt an Luftporen, die durch leichte Zuschlagstoffe (Blähschiefer, -ton) eingebracht oder durch Gasblasen entwi­ckelnde Stoffe künstlich erzeugt werden. Es wird außerdem unterschieden in Mischgut (die Stoffe sind noch im Mischer, auch im Fahrmischer), Frischbeton (eingebaut, aber noch nicht verdichtet und nicht abgebunden), grüner Beton (eingebaut, verdichtet aber noch nicht merklich abgebunden) und Fest­beton (abgebunden). Festbeton wird dann noch in verschiedene Druckfestigkeitsklassen eingeteilt, die wiederum als Forderung für verschiedene Anwendungsbereiche stehen.

Leichtbeton ist wärmedämmender und wird für Außen- und Innenwände eingesetzt. Im Bauwesen wird unter Anwendung verschie­dener Betonierverfahren auf der Baustelle hergestellter Ortbeton oder aus Fertigbeton-anlagen in Spezialfahrzeugen zur Verwen­dungsstelle transportierter Beton (Trans­portbeton) verwendet: Stampfbeton wird erdfeucht eingestampft, Gussbeton über Rinnen oder Schläuche geführt und Spritz­beton mit Druckluft durch Düsen gespritzt. Zur Erhöhung der Zugfestigkeit werden Stahleinlagen (Bewehrung) so in den Beton eingelegt, dass sie die Zugkräfte aufnehmen. Stahlbeton ist nur möglich, weil Stahl und Beton etwa die gleiche thermische Ausdeh 

nung (Wärmeausdehnungskoeffizient) auf­weisen.

Betonbau

So wird, im Gegensatz zum Stahlbetonbau, das Bauen mit unbewehrtem Beton bezeich­net; z. B. bei Schwergewichts-Stützmauem, -Staumauern und ähnlichen Anwendungen. Auch Brücken und andere stützende Bau­werke wurden und werden aus reinen Beton­gewölben in Anlehnung an das Tragverhal­ten von Ziegel- oder Natursteinbauwerken hergestellt. Beiden Systemen ist nämlich gemeinsam, dass sie keine Zugkräfte auf­nehmen können.

 
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