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Dachdecker
Dämmplatten und Dämmfilze

An moderne Dämmstoffe für die Dämmung von Dächern werden besonders hohe Anforderungen gestellt: Sie sollen einen hohen Dämmwert haben und unter nor­malen Bedingungen möglichst lange haltbar, nach Möglichkeit nichtbrennbar oder zumindest schwerentflammbar sein. Sie sol­len dauerhaft wasserabweisend und dampfdurchlässig, formstabil und maßhaltig sein Außerdem muß man sie natürlich einfach verarbeiten können.

Um für den Dämmwert der ver­schiedenen im Handel verfügba­ren Materialien ein objektives Maß zu geben, werden Dämmstoffe in sogenannte Wärmeleitfähig­keitsgruppen unterteilt. Hierbei bedeutet die niedrigere Zahlenan­gabe (z. B. Wärmeleitfähigkeits­gruppe 040) grundsätzlich einen höheren Wirkungsgrad als die hö­here Zahlenangabe (z. B. Wärme­leitfähigkeitsgruppe 050).

Selbstverständlich ist aber die Dämmwirkung zusätzlich von der Dicke des eingebauten Materials abhängig.

Bei der Dachdämmung kommen in der Hauptsache Dämmstoffe in Form von Dämmplatten und ge­rollten Dämmfilzen zum Einsatz. Sie werden in der Regel zwischen den Sparren eingebaut. Reicht der im Sparrenbereich zur Verfügung stehende Raum für den Einbau dicker Dämmplatten nicht aus, so ist eine zusätzliche Dämmung mit raumseitig unter den Sparren verlegten, rückseitig gedämmten Verbundelementen zu erwägen.

 Der heute am weitesten ver­breitete Dämmstoff ist die Mine­ralfaser. Ihre hohe Dämmwirkung beruht auf einem von feinsten Fa­sern umschlossenen hohen An­teil an ruhender Luft.

Mineralfasern werden aus der Schmelze anorganischer Roh­stoffe wie Gestein, Schlacke oder Glas gewonnen.

Für die Dämmung von Dächern liegen mehrere Mineralfaser­Dämmplatten in verschiedenen Formaten vor. Ein gängiges Maß ist beispielsweise 125 x 60 cm. Dämmplatten aus Mineralfaser werden in verschiedenen Maßen, die um 10 mm abgestuft dick sind, geliefert.

2 Dämmfilze aus Mineralfaser werden in Form von langen ge­rollten Matten geliefert: Auch hier stehen im Handel unterschied­liche Dicken und Breiten zur Ver­fügung, Aluminiumkaschierte Mi­neralfaserfilze werden meistens zwischen die Dachsparren ein­gebaut. Die Aluminiumfolie (Dampfbremse) verhindert dabei das Eindringen von wasser­dampfhaltiger Raumluft in den Dachaufbau.

 

Sicherheitstip

Vermeiden Sie bei der Däm­mung mit Mineralfaser durch entsprechende Schutzmaßnah­men (dichte Kleidung, Schutz­handschuhe, Staubmaske) un­bedingt jeden direkten Hautkon­takt und das Einatmen der Fa­serstäube.

Ein zur Dämmung von Dächern weit verbreiteter Dämmstoff ist expandierter Polystyrol-Hart­schaum, auch „Styropor" ge­nannt. Er wird auf Erdölbasis aus treibmittelhaltigem Polystyrol-Gra­nulat mit heißem Dampf aufge­bläht, Seine überragende Dämmwirkung beruht auf einem beson­ders hohen Anteil an in feinen Materialbläschen eingeschlossener _Luft.

Hartschaumdämmplatten sind in verschiedenen Formaten im Han­del erhältlich. Beim Dachausbau werden sie zwischen den Sparren oder in Form von Verbundplatten unter den Sparren eingebaut.

für den Einbau zwischen Sparren eignen  sich vor allem geschlitzte, mit Nut und Feder versehene Plat­ten, die besonders fugendicht je­dem gängigen Sparrenabstand angepaßt werden können.

Hartschaum-Verbundplatten sind für einen fugendichten Einbau oh­nehin meistens mit Nut und Feder ausgestattet, können also prob­lemlos eingebaut werden.

Mit zunehmendem Umweltbe­wußtsein erhalten ökologische Dämmstoffe eine immer größere Bedeutung. Sie werden in kontrol­lierter Qualität hergestellt.

Güteüberwachte Dämmplatten aus Holzfasern, Kork und Sisal ha­ben den Vorteil, daß sie keine ge­sundheitsschädlichen oder aller­gieauslösenden Stoffe enthalten und ihre Gewinnung ebenso wie ihre spätere Entsorgung die Um­welt nicht belasten. In Wirkungs­grad und Verarbeitungseigen­schaften stehen sie großindustriell gefertigten chemischen Dämm­stoffen nicht nach und man kann sie bedenkenlos verarbeiten.

 

Ökotip

Wenn Sie nach Maßstäben der Baubiologie bauen oder renovie­ren wollen, finden Sie eine große Auswahl an biologischen Dämm­stoffen für den Dachausbau und gute Beratung im ökologisch orientierten Fachhandel,

 

Dämmplatten aus Holzfaser für das Dach baut der Selbermacher zwischen oder unter den Sparren ein. Diese Platten stehen in vielen unterschiedlichen Formaten und Dicken mit stumpfen Kanten oder Nut und Feder zur Verfügung. Sie werden durch Unterlegen mit Dachlatten oder mit Schrauben befestigt bzw. in Holzständerkon­struktionen eingestellt.

 

 
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Sicherheit Dacharbeiten

 

Arbeiten auf Dächern erfordern besondere Voraussetzungen: Zum einen muß der Heimwerker schwindelfrei sein und sich sicher auf Leitern, Gerüsten oder Spros­sen bewegen können. Zum an­deren müssen Vorsichtsregeln beachtet werden, die im wesentli­chen zwei Ziele haben: Abstürze zu verhindern und Passanten oder Helfer vor herunterfallenden Teilen zu schützen.

 

Arbeitskleidung

Für einen sicheren Tritt sind feste Schuhe mit profilierten und rutsch­festen Sohlen zu empfehlen. Schutzhelme schützen vor her­unterfallenden Teilen,

 

Leitern

Leitern können auf weichen Un­tergründen einsinken, wegrut­schen oder bei zu steilem Anstell­winkel umfallen. Schutz vor Ein­sinken ist möglich durch Unterle­gen von breiten Bohlen oder Bret­tern, Schutz vor Abrutschen z. B. durch Verknoten mit einem Dach­sparren. Der Anstellwinkel beträgt am besten 68°-75°.

Den Anstellwinkel kann man durch waagrechtes Ausstrecken eines Oberarms ermitteln.

 

 
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