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Hohe Anlagenpreise, sinkende Einspeisevergütungen: Rein
finanziell betrachtet sind Solaranlagen zur Stromgewinnung für Privateigentümer
kaum noch lukrativ. Für wen sich die Investition lohnt
Produktion von Solarzellen
Die Sonne schickt keine Rechnung – heißt es so schön. Das
stimmt natürlich, aber nicht ganz. Um die kostenlose Energie der Sonne nutzbar
zu machen, braucht man einiges an Technik – und die kostet. Trotzdem ist die
Anschaffung sinnvoll: für den, der keine übersteigerten Erwartungen an die
Rendite hat, und für den, der von steigenden Energiepreisen ausgeht. Für die
Umwelt lohnt sich die Investition allemal.
Zunächst gilt es zu unterscheiden: Sonnenwärme- oder
thermische Solaranlagen bezeichnen Installationen, die das Warmwasser fürs
Duschen und Baden aufheizen oder zusätzlich die Heizung unterstützten.
Sonnenstrom- oder auch Photovoltaikanlagen wandeln das Licht der Sonne direkt in
elektrischen Strom um, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Von dort
bezieht der Anlagenbetreiber auch den Strom, den er verbraucht. In der Bilanz
deckt er seinen Strombedarf teilweise oder sogar vollständig mit
umweltfreundlicher Sonnenenergie. Ist die Anlage groß genug, kann man sogar
mehr Strom produzieren als man selbst verbraucht.
Hohe Nachfrage, hohe Preise
Herstellung, Installation und Betrieb von Fotovoltaikanlagen sind zum
Riesengeschäft geworden. Rund 5,5 Milliarden Euro setzten allein die deutschen
Fotovoltaikhersteller im Jahr 2007 um, auch dank steigender Exporterlöse.
Das große Geschäft geht allerdings am privaten Hausbesitzer mehr und mehr
vorbei: Die hohe Nachfrage hält seit Jahren die Anlagenpreise hoch.
Gleichzeitig sinkt die Einspeisevergütung Jahr für Jahr. Das ist das Geld, das
die Stromversorger dem Anlagenbesitzer für seinen eingespeisten Strom bezahlen.
Und zwar gleichbleibend 20 Jahre lang.
Wenn es gut läuft, springt für private Betreiber zurzeit auf lange Sicht eine
Rendite von durchschnittlich vier bis fünf Prozent vor Steuern heraus. Und das
auch nur, wenn die Anlage 20 Jahre lang ohne größere Probleme funktioniert und
an einem sonnenreichen Standort gebaut wird. Die Rendite von 7,4 Prozent, die
in der Energiewirtschaft für solche Projekte erwartet wird, ist im Moment auf
jeden Fall nicht zu erreichen.
Sollen private Investoren, die die Sonnenstromanlage auch als Geldanlage sehen,
also kaufen oder warten? Eine niedrigere aber sichere Rendite mitnehmen oder
auf sinkende Anlagenpreise und damit ein besseres Geschäft hoffen? Die Antwort:
Vieles spricht fürs Investieren. Denn die Bundesregierung plant, die
Einspeisevergütungen schneller sinken zu lassen als bisher.
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