|
Wärmekapazität
Als Wärmespeicherfähigkeit
oder, fachlich richtig, Wärmekapazität wird das Vermögen
eines Körpers bezeichnet, Energie in Form von thermischer
Energie (Wärme) zu speichern. Typische und schon lange Zeit
genutzte Anwendungen dieses Effektes ist der heiße Kaffee
in der Thermosflasche und seit Jahrhunderten der Feld-Backofen. Er
wird erst durch Holzfeuer aufgeheizt und gibt, nach dem die Asche
entfernt wurde, seine Energie an die Backwaren wieder ab.
Die spezifische Wärmekapazität
ist ein Begriff aus der Thermodynamik und wird allgemein
durch das Formelzeichen c dargestellt, die SI-Einheit ist J/(kg
K) (Joule pro Kilogramm und Kelvin). Die Wärmekapazität
ist gleich dem Produkt aus Masse und spezifischer Wärmekapazität
des betrachteten Körpers oder Stoffes. Einfacher gesagt
geht es darum, wieviel Menge an Wärme (also Energie) in Joule
oder Kilojoule in einer bestimmten Masse eines Stoffes (1 kg Wasser,
Holz oder Ziegel) gespeichert werden kann, wenn die Temperatur dieser
Stoffmasse um 1 Kelvin (also von z. B. 22 °C auf 23 °C)
erhöht wird. Im Umkehrschluss betrachtet: Wie groß
muss mein wassergefüllter Schichtenspeicher sein, wenn er
eine bestimmte Energiemenge puffern soll? Das kann man ausrechnen.
Ein paar ausgesuchte Werte für die
spezifische Wärmekapazität in kJ/(kg K):
Wasserstoff, gasförmig 14,300
Helium, gasförmig 5,190
Wasser, flüssig 4,183 - 4,187 (Aus
diesem Grund ist Wasser im Pufferspeicher!)
|