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Der Bedarf an Eindeckungsmaterial ist von verschiedenen Faktoren
abhängig: von der Größe der Dachziegel oder Dachsteine, von der Art der Deckung
sowie von der Dachneigung. Bei steileren Dächern läuft das Wasser besser ab.
Deshalb kann die Überdeckung beispielsweise bei Biberschwänzen und Betondachsteinen
geringer ausfallen.
Als Näherungswerte können folgende Zahlen gelten: Biberschwanzdächer
benötigen etwa 35 Ziegel pro Quadratmeter. Falzziegel besitzen meist ein
größeres Format und überdecken sich nur im Bereich der Falze. Falzziegeldächer
benötigen deshalb nur etwa 15 bis 20 Ziegel pro Quadratmeter.
Betondachsteine, der Heidelberger Dachstein oder die
Frankfurter Pfanne erfordern pro Quadratmeter etwa 10 Dachsteine. Es gibt jedoch
Betondachsteine kleinerer Formate mit höherem Stückzahlbedarf. Besonders
berücksichtigt werden müssen bei allen Deckungen Formziegel oder Formsteine.
Die Stöße der Schalungsbretter müssen jeweils auf einem
Sparren
zu liegen kommen. Die Sparrenabstände sind bei den einzelnen
Dächern verschieden. Beim Ermitteln des Bretterbedarfs muß man den dabei
entstehenden Verschnitt berücksichtigen.
Für alle Lattungen ist der Lattenabstand und damit die
Lattenmenge abhängig von der Art der Dacheindeckung und der Dachneigung. Da
heute eine große Zahl verschiedener Dachziegel und Dachsteine hergestellt wird,
bieten die meisten Hersteller technische Merkblätter und Informationen an,
denen auch der mittlere Lattenabstand entnommen werden kann.
Berücksichtigt werden muß bei der Berechnung, daß die Latten
jeweils an einem Sparren gestoßen werden müssen. Dadurch kann Verschnitt
entstehen, der ebenfalls zu berücksichtigen ist.
Am besten mißt man die Sparren-länge aus, berechnet die
Anzahl der Latten für den einzelnen Sparren und vergleicht anschließend, mit
welchen Lattenlängen am wenigsten Verschnitt entsteht. Der Bedarf an
Konterlatten, also derjenigen Latten, die für eine Hinter‑
lüftung sorgen sollen, entspricht der Länge der Dachsparren,
weil hier auch Verschnitt- und Reststücke verarbeitet werden können.
Der Kauf von Befestigungsmitteln wie Dachpappstiften und Drahtstiften
richtet sich nach dem Umfang der geplanten Arbeiten. Für Ausbesserungen wird
eine geringe Menge reichen, die man im Bau- oder Heimwerkermarkt nach
Stückzahlen abgepackt oder in Kilopackungen kauft.
Der Bedarf an Dachdeckermörtel kann nur schwer abgeschätzt werden.
Fertigmörtel ist häufig nur in größeren Gebinden zu erhalten. Zudem ist er
meist eingefärbt, was vor allem bei der Ausbesserung älterer Dächer unangenehm
ins Auge fallen kann.
Profitip:
Benötigt man für Reparaturen nur kleinere Mengen, kann man
den Mörtel auch selbst anmischen: 8 Raumteile Sand der Körnung 0- 2 mm, 1
Raumteil Zement und 2 Raumteile hochhydraulischer Kalk ergeben mit Wasser einen
brauchbaren Mörtel.
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