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Dachdecker
Wissenswertes Dachdecker Arbeiten

Dachdecker ArbeitenDächer haben die Aufgabe, den zerstörerischen Einfluss von Wind, Regen, Schnee und Eis von Gebäuden fernzuhalten. Dazu dienten jahrtausendelang vorwiegend organische Materialien wie Schilf und Stroh. Die Etrusker verwendeteten bereits um 800 v. Chr. flache Tonplatten. Naturschiefer zur Dachdeckung ist schon bei den Römern bekannt.

Feste Eindeckungen hatten entscheidende Vorteile; Sie waren widerstandsfähiger gegenüber den Witterungseinflüssen und in der Regel besser in der Abdichtungswirkung. Vor allem in dicht besiedelten Gebieten wie Städten trugen Dacheindeckungen aus Stein oder Ton erheblich zur Verminderung der Feuergefahr bei.

 

Nutzungsmöglichkeiten

Solange die Räume direkt unter dem Dach nur als Abstellräume verwendet wurden, war es ausreichend, gegen Regen und Schnee abzudichten. Diese Dachabdeckungen waren über Fugen luftdurchlässig, so dass die Feuchtigkeit aus dem Innern des Hauses entweichen konnte. Seit jedoch Dachräume zu Wohnzwecken ausgebaut oder zu höherwertigen Abstellräumen verwendet werden, muss eine höhere Sicherheit gegenüber eindringender Feuchtigkeit vorhanden sein. Ebenso müssen die gesetzlichen Bestimmungen zur Wärmedämmung erfüllt werden.

Moderne Dächer sind daher ganz anders aufgebaut. Sie besitzen meist unter den Eindeckungen zusätzliche Abdichtungen in Form von Dichtungsbahnen und eine ausreichend dicke Wärmedämmung, die sehr häufig zwischen den Sparren angebracht wird, sowie zum genutzten Raum hin eine dampfbremsende Folie. Diese soll das Eindringen und Kondensieren von Feuchtigkeit und damit ein Durchfeuchten der Dämmstoffe und eine Zerstörung der Holzkonstruktion verhindern. Durch Hinterlüftung der einzelnen Konstruktionen muss gewährleistet werden, dass trotzdem eindringende Feuchtigkeit wieder verdunsten kann.

 

Belüftung Dachkonstruktionen

 

Eingedeckte Dächer sind nicht völlig dicht. Zwar führen sie Niederschläge über die Dachrinne ab, doch können Luft und geringe Mengen an Wasser eindringen. Bei verschalten Dächern kann unter der Eindeckung außerdem Kondenswasser entstehen.

Um diese Feuchtigkeit von innen und von außen wieder abzuführen, wird eine Konterlattung vorgesehen, die eine Belüftung von unten nach oben ermöglicht. Aber Feuchtigkeit entsteht auch in der Küche, im Bad und in den anderen Wohnräumen.

 

Ein Teil dieser Feuchtigkeit wird zwar über Fenster, Türen und Ritzen ins Freie abgeführt, ein Teil aber wandert durch Bauteile nach draußen. Man nennt das Diffusion. Entstehen größere Mengen an Wasserdampf und kühlt er bei seiner Wanderung durch die Bauteile ab, so kann er kondensieren. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip, das im Bad den Spiegel beschlagen läßt.

Feuchte Dämmstoffe in der Dachkonstruktion verlieren ihre Dämmfähigkeit, feuchte Bauteile fangen an zu vermodern. Zum einen müssen daher größere Feuchtigkeitsmengen schon vorher abgefangen werden, z. B. durch Dampfsperren, zum andern muß trotzdem eingedrungene Feuchtigkeit abtrocknen und nach draußen entweichen können. Dazu wird in der Regel ein mindestens 2 cm dicker Entlüftungsraum zwischen Dämmstoff und Dachverschalung bzw. Dachdeckung freigelassen.

 
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